negative Umgebung, toxisches Umfeld

Ein nicht zu dir passender Wohnort kann nega­tive Folgen für dein Selbst­wert­ge­fühl haben

The happiest people discover their own nature and match their life to it.”Ray Dalio.

In einer 2016 publi­zierten Studie hat ein inter­na­tio­nales Forscher­team geprüft, welche Folgen sich für das Selbst­wert­ge­fühl eines Menschen ergeben, wenn er von Gleich­ge­sinnten umgeben ist. Dafür wurden in 860 US-ameri­ka­ni­schen Städten mithilfe des Big Five-Persön­lich­keits­in­ven­tars die Persön­lich­keit von mehr als einer halben Million Bewoh­nern unter­sucht. Es konnte fest­ge­stellt werden, dass das Selbst­wert­ge­fühl der Bewohner höher war, wenn ihre Persön­lich­keit mit der Persön­lich­keit der Stadt über­ein­stimmte.

Mit “Persön­lich­keit der Stadt” sind die vorherr­schenden Persön­lich­keits­züge der Gesamt­heit der Bewohner der jewei­ligen Stadt gemeint.

Das Big-Five Modell besteht aus den fünf Dimen­sionen Offen­heit für Erfah­rungen, Gewis­sen­haf­tig­keit, Extra­ver­sion, Verträg­lich­keit und Neuro­ti­zismus. Bei drei der fünf Persön­lich­keits-Dimen­sionen des Big Five Modells konnte eine signi­fi­kante Verbin­dung gefunden werden. Und zwar:

Wenn die Dimen­sionen Offen­heit für Erfah­rungen, Verträg­lich­keit und Gewis­sen­haf­tig­keit eines Bewoh­ners zu der Stadt passten, hatte der Bewohner ein höheres Selbst­wert­ge­fühl. Im Umkehr­schluss schlossen die Wissen­schaftler daraus, dass bei einem schlechten Match das Selbst­wert­ge­fühl eines Bewoh­ners leidet. Die beiden Dimen­sionen Extra­ver­sion und Neuro­ti­zismus hatten keinen signi­fi­kanten Einfluss.

 


Menschen mit wenig Offen­heit für Erfah­rungen hatten ein signi­fi­kant nied­ri­geres Selbst­wert­ge­fühl in einer offenen Stadt wie New York, aber ein signi­fi­kant höheres Selbst­wert­ge­fühl in Städten, die eine relativ nied­rige Offen­heit für Erfah­rungen aufwiesen, wie zum Beispiel Tusca­loosa, Alabama.” — Wiebke Blei­dorn 


 

Das macht auch Sinn. Viel­leicht kennst du das: Als gewis­sen­hafter Mensch fühlt man sich beispiels­weise in einer unfreund­li­chen Umge­bung schnell genervt und fehl am Platz. Oder wenn man offen für neue Erfah­rungen ist, aber im Umfeld Tradi­tion die oberste Divise ist fühlt man sich schnell einge­engt. Spätes­tens wenn man seine Inter­essen und Ziele nicht umsetzten kann leidet das Selbst­wert­ge­fühl.

Jetzt weiß ich auch warum ich damals nie etwas mit dem Schüt­zen­fest-Quatsch in meinem Heimat­dorf anfangen konnte. Zu viel Tradi­tion und zu wenig Offen­heit für neue Erfah­rungen. Ich meine, warum sollte man im 21. Jahr­hun­dert noch Könige krönen? Wie gut, dass es welt­of­fene Städte gibt!

 

Passt du zu deinem Wohnort? Unter­stützt dein Ort dein Selbst­wert­ge­fühl? Oder fühlst du dich fehl am Platz?

 

 

Quelle

Blei­dorn, W. et al (2016): To Live Among Like-Minded Others. Explo­ring the Links Between Person-City Perso­na­lity Fit and Self-Esteem <http://journals.sagepub.com/doi/abs/10.1177/0956797615627133> (Zugriff: 19.04.2018)

 

 

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