Warum eine Lebens­krise perfekt für deine Wohn­ort­suche ist — Die Helden­reise

Sich trauen heißt, einen Moment lang den Halt zu verlieren. Sich nicht trauen heißt, sich selbst zu verlieren.”Søren Kier­ke­gaard

Wenn man sich beschließt einen neuen Wohnort zu suchen liegt das meis­tens daran, dass man ein Problem lösen möchte bezie­hungs­weise muss. Zu diesen Problemen gehören beispiels­weise die nicht ausrei­chende Größe der jetzigen Wohnung, Geld­pro­bleme, Unver­ein­bar­keit mit Karriere und Bildung, nicht mögliche Befrie­di­gung der alltäg­li­chen Bedürf­nisse, Unzu­frie­den­heit, Unsi­cher­heit, Angst, Probleme mit Nach­barn, Einsam­keit, Entfer­nung zum Partner/Partnerin oder anderen wich­tigen Menschen, Verdrän­gungs­druck, Enteig­nung, fehlende Lebens­qua­lität oder sogar Krieg, Zerstö­rung und Natur­ka­ta­stro­phen. Hinzu­kommen können weitere sehr indi­vi­du­elle Gründe

Ich bin mir sicher Du erkennst dich bei einem der genannten Punkte wieder.

 

Was machen wir Menschen also wenn wir ein Problem haben?

Wir lösen es!

 

Und wie lösen wir es am besten?

Indem wir über uns hinaus­wachsen!

 

Dafür braucht es Mut. Manchmal scheint es, dass man das Problem nicht lösen kann. Aber: In jeder Krise steckt eine Gele­gen­heit; ein Neuan­fang. Wäre dem nicht so, dann würde es auch Sprüche wie “Ohne Schatten gibt es kein Licht” oder die Mytho­logie des “Phönix aus der Asche” nicht geben. Aus der Mytho­logie stammt eben­falls das Konzept der Helden­reise (The Hero’s Journey)

 

Was ist die Helden­reise?

Du kennst die Helden­reise. Ich würde fast behaupten, dass Du ihr täglich begeg­nest. Zum Beispiel kommt in nahezu jeden Holly­wood-Film die Helden­reise vor. Denke aber nicht, dass die Helden­reise in Holly­wood erfunden wurde. Die Grund­züge lassen sich in der Mytho­logie finden. Der ameri­ka­ni­sche Mythen­for­scher Joseph Camp­bell erforschte die Art wie Geschichten auf der ganzen Welt erzählt werden und kris­tal­li­sierte daraus das Konzept der Helden­reise.

Laut Camp­bell besteht eine Helden­reise aus 17 Stationen. Nicht alle Stationen sind aller­dings in jeder Geschichte zu finden. Der ameri­ka­ni­sche Dreh­buch­autor Chris­to­pher Vogler verkürzte das Konzept auf 12 Stationen, um es in Filmen anzu­wenden. Bist Du bereit die Helden­reise zu entde­cken? Los geht’s.

 

Die 12 Stationen der Helden­reise

1) Ausgangs­po­si­tion
Der zukünf­tige Held erfährt einen Mangel. Er erkennt ein bestimmtes Problem.

2) Der Ruf des Aben­teuers
Der zukünf­tige Held bekommt einen Impuls der ihm klar macht, dass er etwas verän­dern muss. Der Impuls lässt ihn nicht locker.

3) Die Weige­rung
Der zukünf­tige Held bekommt Zweifel und Angst vor der Heraus­for­de­rung

4) Hilfe durch einen Mentor
Der zukünf­tige Held lernt einen oder mehrere Mentoren kennen, die ihm Mut zu spre­chen, ihm ihr Wissen zur Verfü­gung stellen und ihm helfen möchten. Bei Star Wars ist beispiels­weise Obi Wan Kenobi der erste Mentor von Luke. Yoda ist natür­lich eben­falls Mentor für Luke (Außer in Sachen Gram­matik). Bei der Herr der Ringe über­nimmt Gandalf die Rolle des Mentors und bei Matrix ist es Morpheus.

5) Der Aufbruch
Die Reise beginnt. Der Held hat sich entschieden und somit gibt es kein Zurück.

6) Die ersten Prüfungen
Der Held lernt wer Freund und wer Feind ist. Ihm fehlt aber noch die Orien­tie­rung, um das ganze Ausmaß seiner Heraus­for­de­rung zu über­bli­cken.

7) Vordringen zur tiefsten Höhle
Der Held versteht nun was seine Mission ist und erkennt seinen ärgsten (inneren) Feind.

8) Entschei­dende Prüfung
Der Held stellt sich seiner größten Angst. Nach dieser Prüfung ist nichts mehr wie vorher. Es ist der große Wende­punkt der Reise.

9) Beloh­nung
Der Held ist sieg­reich und darf sich feiern lassen. Er kann stolz auf sich sein und sein Selbst­ver­trauen ist extrem gewachsen.

10) Rückweg
Der Held kehrt mit seinen neuen Erkennt­nissen und dem neuen Selbst­ver­trauen in die normale Welt zurück.

11) Aufer­ste­hung
Die Vergan­gen­heit ist nicht mehr wichtig. Das Gute hat über das Böse gesiegt. Die Verän­de­rung des Helden ist abge­schlossen.

12) Rück­kehr mit dem Elixir
Das auf der Reise gelernte kann der Held nun im Alltag zum besten Nutzen der Gesell­schaft anwenden.

 

Die Helden­reise am Beispiel von Harry Potter

Damit das ganze Konzept nicht zu abstrakt bleibt möchte ich hier das ganze am Beispiel von Harry Potter erklären.

 

Das Dursley Haus — Harry Potters schreck­liche Ausgangs­po­si­tion.

 

1) Ausgangs­po­si­tion
Harry Potter fristet sein trübes Beisein zuhause bei Familie Dursley.

2) Der Ruf des Aben­teuers
Er erhält Einla­dungs-Briefe von der Zauber­schule Hogwarts.

3) Die Weige­rung
Harry glaubt nicht, dass in ihm ein Zauberer schlum­mert.

4) Hilfe durch einen Mentor
Hagrid holt Harry von zuhause ab und hilft ihm beim Einkauf der wich­tigsten Zauber­ge­gen­stände. Dumble­dore ist später mit seiner Weis­heit eben­falls ein Mentor für Harry.

5) Der Aufbruch
Am Bahn­gleis 9 3/4 startet Harry seine Reise nach Hogwarts.

6) Die ersten Prüfungen
Unter anderem muss Harry lernen wer Freund und wer Feind ist. Außerdem hat er seine erste Bewäh­rungs­probe gegen einen Troll.

7) Vordringen zur tiefsten Höhle
Harry wird sich bewusst, dass er schon sehr bald gegen Volde­mort kämpfen muss.

8) Entschei­dende Prüfung
Harry und seine Freunde kämpfen und gewinnen gegen Volde­mort, bezie­hungs­weise Professor Quir­rell.

9) Beloh­nung
Harry vertei­digt den Stein der Weisen.

10) Rückweg
Erst im Kran­ken­flügel wacht Harry wieder aus seiner Ohnmacht auf.

11) Aufer­ste­hung
Dumble­dore erklärt Harry die Hinter­gründe. Er erfährt, dass seine Mutter sich für ihn geop­fert hatte, um ihn vor Volde­mort zu schützen. Der Stein der Weisen wurde vernichtet, sodass er nicht mehr in den Besitz von Volde­mort gelangen kann. Das Gute hat also über das Böse gesiegt.

12) Rück­kehr mit dem Elixir
Kurz bevor die Schüler wieder nach Hause fahren schenkt Hagrid Harry ein Foto­album von seinen Eltern.

 

Die volle Dröh­nung

Da die Helden­reise heut­zu­tage vor allem in Holly­wood-Dreh­bü­chern verwendet wird lohnt es sich folgendes Video anzu­sehen. In Deutsch­land ist die Helden­reise noch weitest­ge­hend unbe­kannt. Bezeich­nend ist auch, dass man das Wort “Helden­reise” noch nicht mal im Duden findet.

Immerhin hat ein deut­scher Student namens Robin Fischer die Helden­reise mit Hilfe eines beein­dru­ckenden Zusam­men­schnitts aus etli­chen Filmen gran­dios zusam­men­ge­fasst. Spätes­tens jetzt wirst Du verstehen was hinter der Helden­reise steckt und warum sie uns Menschen so berührt und mitreißt.

 

A Hero’s Journey — Holly­wood Movie Mashup from Robin Fischer on Vimeo.

 

Eine Frage: Wie fühlst Du dich jetzt? Viel­leicht ein biss­chen moti­viert?

Da Du hiermit deine Portion Über­sti­mu­la­tion für heute ausge­schöpft hast kannst Du nun direkt anfangen produktiv zu werden und an deiner eigenen Helden­reise zu basteln. Denn ganz ehrlich: Sich die Helden nur auf der Lein­wand anzu­schauen bringt die Mensch­heit nicht weiter. Wie wärs wenn Du dein eigener Held wirst?

 

Der Bezug zu deiner Wohnungs­suche

1) Ausgangs­po­si­tion
Du bist zuhause und merkst, dass du in deiner jetzigen Umge­bung ein Problem hast.

2) Der Ruf des Aben­teuers
Wegen der nega­tiven Situa­tion kommst Du auf die Idee, dass du an einen anderen Ort ziehen könn­test. Doch dafür musst du deine Komfort­zone verlassen.

3) Die Weige­rung
Du merkst, dass der Aufbruch in eine neue Umge­bung eine große Heraus­for­de­rung ist und du bekommst Zweifel. Mögli­cher­weise hast Du sogar ein schlechtes Gewissen.

4) Hilfe durch einen Mentor
Ich möchte Dir helfen. Ich stelle mich mit Feel Urban zur Verfü­gung! Denn ich schreibe diesen Blog extra für Menschen wie dich. Damit Du regel­mäßig auf neue “Lektionen” zugreifen kannst folge mir am besten bei Face­book.

 

 

5) Der Aufbruch
Du fasst für dich den Entschluss deine Verant­wor­tung und somit deine Zukunft in die Hand zu nehmen. Du wirst deinen neuen Ort suchen und finden! Als ersten Schritt könn­test Du beispiels­weise deinem Vermieter die Kündi­gung einrei­chen.

6) Die ersten Prüfungen
Du merkst, dass du dich mit einem innersten selbst bezie­hungs­weise deiner Persön­lich­keit befassen musst. Dabei werden dir erste Erkennt­nisse über dich bewusst. Freunde und Familie werden deinen Traum einen idealen Wohnort zu finden mögli­cher­weise skep­tisch sehen und viel­leicht sogar versu­chen dich zu beein­flussen. Statt­dessen wirst Du dich zu Gleich­ge­sinnten hinge­zogen fühlen. Du wirst lernen wer wirk­lich zu dir steht und deine Entwick­lung unter­stützt.

7) Vordringen zur tiefsten Höhle
Dir wird das ganze Ausmaß deiner Entschei­dung eine neue Heimat zu finden bewusst. Und du erkennst was dich bisher immer abge­halten hat deinen Weg zu gehen. Dir wird langsam klar wo Du wirk­lich im Leben hin möch­test.

8) Entschei­dende Prüfung
Dir wird bewusst welche Persön­lich­keit Du hast — mit all ihren Stärken als auch Schwä­chen. Es ist Zeit der Realität, deiner Angst, Unzu­frie­den­heit und/oder Einsam­keit in die Augen zu sehen. Ab hier musst du voll­kommen ehrlich zu Dir selbst sein. Anhand dieser schönen aber auch unschönen Erkennt­nisse wählst Du deinen Wohnort aus.

9) Beloh­nung
Du weißt endlich was Glück und Lebens­qua­lität für dich bedeutet und wo Du hinge­hörst . Voller Selbst­ver­trauen kannst Du in deine neue Zukunft starten. Du weißt nun deine Stärken und akzep­tierst deine Schwä­chen.

10) Rückweg
Nachdem Du dich mit deinem tiefsten Inneren beschäf­tigt hast wendest Du dich wieder an deine Freunde und deine Familie und teilst ihnen voller Über­zeu­gung mit wo Du deine Zukunft verbringen wirst. Gegen Kritik an deinem Plan und schlechtem Einfluss von außen bist Du nun immun.

11) Aufer­ste­hung
Deine Vergan­gen­heit ist Geschichte. Deine Ängste, Unsi­cher­heiten und Zweifel sind besei­tigt. Du ziehst voller Selbst­ver­trauen in deine neue Umge­bung. Dein Leben ist endlich wieder von Erfolg gekrönt!

12) Rück­kehr mit dem Elixir
Da Du nun an deinem idealen Wohnort lebst kannst Du jetzt aus dem vollem schöpfen und mit deinen gewon­nenen Erkennt­nissen deiner Umge­bung helfen. Übri­gens: Mit der Rück­kehr ist nicht gemeint, dass du wieder in deine alte nega­tive Umge­bung zurück­gehen sollst. Es ist viel­mehr die Rück­kehr in die Gesell­schaft gemeint. Dein Elixir besteht darin mit deiner neu gewon­nenen Lebens­qua­lität Gutes zutun. Happy End!

 

Wert­volles Wissen

Die genaue Abfolge der Stationen ist im echten Leben natür­lich nicht immer umzu­setzen. Es bringt also nichts sich krampf­haft an die Reihen­folge zu halten oder etwas zu erzwingen. Viel­mehr wird dir im Nach­hinein auffallen, dass deine Entwick­lung mehr oder weniger der Helden­reise entspro­chen hat. Setze dich also nicht unter Druck. Allein dadurch, dass Du nun weißt was die Helden­reise ist bist Du schon weiter als der Groß­teil deiner Mitmen­schen. Die wenigsten Menschen erleben heut­zu­tage jemals in ihrem Leben die Helden­reise, geschweige denn wissen über­haupt von ihr.

Die meisten Menschen in der west­li­chen Welt folgen den vorge­ge­benen Pfaden des Lebens und merken erst auf dem Ster­be­bett, dass sie sich nie wirk­lich lebendig gefühlt haben, weil sie ihr Poten­tial nicht voll entfaltet haben. Das ist traurig für diese Personen aber leider nicht mehr zu ändern. Du hingegen kannst dein Leben zum posi­tiven wenden! Übri­gens ist es völlig egal wie alt Du bist.

Ziel deines Wohn­orts­wech­sels ist es eben, dass Du deine ideale Umge­bung findest in der du dein Poten­tial endlich komplett ausschöpfen kannst. Daraus folgt auto­ma­tisch, dass du einen opti­malen Beitrag für unsere Gesell­schaft leisten kannst. Klingt gut, oder?

 

Photo by Joshua Earle on Unsplash

 

Wo soll es für dich hingehen?

Wie lautet also deine Geschichte? Wo wird dich dein Weg hinführen? Du weißt ja jetzt: Auf deine derzei­tige Situa­tion folgt Stufe 2: Der Ruf des Aben­teuers…

In diesem Sinne: Mache dein Leben zu einer Helden­ge­schichte! Werde dein Held! Feel Urban!

 

Wie das konkret geht? Ganz einfach: Nach und nach werde ich die Kate­go­rien Lerne, Entdecke, Erfor­sche, Fühle, Stöbere und Wachse mit Inhalt füllen. Dort wirst Du dann alles finden, was Du brauchst. Natür­lich ist von dir auch der Wille notwendig wirk­lich aktiv zu werden. Denn Du weißt ja:

Sag es mir und ich werde es vergessen, zeig es mir, und ich werde mich daran erin­nern, betei­lige mich und ich werde es verstehen.” — Aus China

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